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Zusammenfassung:Es ist knapp einen Monat her, da ließ...
Es ist knapp einen Monat her, da ließ EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker Europa wissen, dass er es für denkbar halte, dass Angela Merkel nach ihrer Zeit als Kanzlerin eine Rolle auf europäischer Ebene übernimmt. „Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Angela Merkel in der Versenkung verschwindet“, sagte Juncker der Funke Mediengruppe. Nun hat Merkel selbst für weitere Spekulationen um ein mögliches politisches Engagement auf europäischer Ebene gesorgt. Merkel fühlt sich verstärkt für Europa verantwortlichIn einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung (SZ)” sagte Merkel in Hinblick auf die Europawahl: „Viele machen sich Sorgen um Europa, auch ich. Daraus entsteht bei mir ein noch einmal gesteigertes Gefühl der Verantwortung, mich gemeinsam mit anderen um das Schicksal dieses Europas zu kümmern“. Europa müsse sich in einer veränderten Welt neu positionieren.Das von Merkel erwähnte „gesteigerte Gefühl der Verantwortung” für Europa dürfte all denjenigen Hoffnung machen, die Merkel schon länger als die perfekte integrative politische Kraft in Brüssel sehen. Offiziell endet Merkels Amtszeit als Kanzlerin 2021.Die Bundeskanzlerin wurde unter anderem als Kandidatin fürs das Amt der EU-Ratspräsidentschaft gehandelt. Sie hatte allerdings Ende vergangen Jahres noch verkündet, sie strebe nach Ende ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin kein anderes politisches Amt mehr an. Über einen möglichen vorzeitigen Wechsel beim Bundeskanzleramt wird allerdings immer wieder gesprochen. Im Interview mit der „SZ“ antwortete Merkel auf die Frage, warum sie beim Europawahlkampf fast keine Auftritte bestreite, diese Wahlkämpfe müsste die Partei führen. „Meine Entscheidung, den Parteivorsitz abzugeben, steht in untrennbarem Zusammenhang mit meiner Entscheidung, nach 2021 nicht mehr in der Politik zu sein”.Merkel verteidigte Entscheidung bei FlüchtlingspolitikIn dem Interview verteidigte sie zudem ihre Entscheidungen zu Zeiten der Währungskrise und ihre Flüchtlingspolitik: „Hätten wir in der Euro-Krise und in der Flüchtlingskrise nicht oder ganz anders gehandelt, hätte das meiner Meinung nach sehr viel schlimmere Folgen als manche Probleme heute gehabt“, sagte Merkel. Es seinen Entscheidungen, die Antworten auf das wahre Leben seien. „Wenn weltweit knapp 70 Millionen Menschen auf der Flucht sind, dann war es nachvollziehbar, dass sich Europa mit gut einer Millionen davon befassen muss”. Solche Entscheidungen könnten zu gesellschaftlichen Kontroversen führen, aber man müsse auch immer berücksichtigen, welche Folgen eine gegenteilige Politik gehabt hätte, sagte Merkel dem Blatt. Sie habe aus verschiedenen Krisen der vergangenen Jahre gelernt, dass man besser mit ihnen klarkomme, wenn man vorsorge und sich ein Land „politisch konsequent auf Veränderungen einstellt“.Merkel: Verhältnis zu Macron habe sich nicht verschlechtertZu ihrem Verhältnis zum französischen Präsidenten Emmanuel Macron sagte die Bundeskanzlerin: „Es gab Ungleichzeitigkeiten”. Das Verhältnis zwischen ihnen habe sich aber „überhaupt nicht“ verschlechtert. Es gebe Unterschiede in den Ämtern und politischen Kulturen Macrons und Merkels. „Aber in den Kernfragen — wohin entwickelt sich Europa, die Wirtschaft, welche Verantwortung tragen wir für das Klima und für Afrika — sind wir auf einer sehr ähnlichen Wellenlänge”, sagte Merkel der „SZ“. Bei der Verteidigungspolitik hätten sie enorme Fortschritte erzielt. „Es ist doch ein großes gegenseitiges Kompliment und ein Zeichen des Vertrauens, wenn man sich in der Verteidigungspolitik stärker aufeinander verlässt”.Lest auch: Umfrage-Schock für AKK: Plötzlich wollen die Deutschen lieber einen alten Rivalen als KanzlerZuvor hatte auch schon Macron Ende April davon gesprochen, dass es bei bestimmten Themen Meinungsunterscheide zwischen Deutschland und Frankreich gebe. Nach dem „SZ“-Interview reagierte er, als er bei einer Pressekonferenz in Paris am Mittwochabend darauf angesprochen wurde: „Wir müssen es schaffen, augenblickliche Meinungsunterschiede zu akzeptieren, nicht zu allem völlig einig zu sein”. Und weiter: „Ich glaube an die fruchtbare Konfrontation, das heißt, man schlägt vor, man testet den Partner(...) es komme dann aber zu einem Kompromiss.km
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