Zusammenfassung:Lade Premium-Inhalte...Jean-Philippe Imparatopicture alliance / ZUMAPRESS.com | Andrea AlfanoJean-Ph
Jean-Philippe Imparato ist als Chief Operating Officer für den Großraum Enlarged Europe und Mitglied des Interim Executive Committee von Stellantis einer der wichtigsten Entscheider des international aufgestellten Fahrzeugkonzerns.
Im großen Interview mit Business Insider sprach der Franzose über das schleppende Geschäft mit reinen Stromern, aktuell erforderliche Anpassungen der Strategien bei Fahrzeugantrieben und Zweifel rund um ein Batteriewerk in Kaiserslautern.
Mit Blick auf die Zukunft der deutschen Stellantis-Marke Opel als Autohersteller fordert Imparato erheblich günstigere Energiepreise und niedrigere Arbeitskosten. Sein Rat an den nächsten Bundeskanzler ist zugleich eine eindringliche Mahnung.
Business Insider: Jean-Philippe Imparato, das erste Quartal des Jahres 2025 neigt sich dem Ende zu. Wie sind die besagten drei Monate für Stellantis in Europa geschäftlich gelaufen?
Jean-Philippe Imparato: Für mich zählen mehrere Faktoren, um die Solidität des Geschäfts von Stellantis in Europa zu bemessen. Der wichtigste Aspekt sind die Auftragseingänge. Hier zeigt sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres eine positive Entwicklung im Vergleich zum letzten Quartal 2024 – und zwar ein Plus von 20 Prozent.
Wir haben im Verkauf das Volumen bei Mietwagen und Probefahrzeugen eingedämmt. Unser Lagerbestand ist niedrig – bei uns als Hersteller sowie im Handelsnetz. Dabei konnten wir insbesondere den Anteil jener Autos im Bestand erheblich reduzieren, die älter sind als sechs Monate.
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Bei rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen registrieren wir erheblichen Druck auf das Pricing. Dies gilt auch für die Wettbewerber. Hier ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten, um unvernünftige Entscheidungen zu vermeiden, die letztlich niemandem helfen würden. Speziell der deutsche Markt entwickelt sich derzeit gut für uns. Unter dem Strich ergibt sich also ein leicht widersprüchliches Bild: Viele Märkte zeigen nach unten, unser Auftragseingang weist nach oben.
Unsere Produktneuheiten zahlen sich aus, beispielsweise der Opel Frontera, Citroën C3 und C3 Aircross, Fiat Grande Panda. Im zweiten Quartal werden interessante Produkte folgen, etwa der neue Jeep Compass.
BI: Auf vielen europäischen Märkten – vor allem auf dem deutschen – kommt das weitere Ausrollen der Elektromobilität derzeit nur schleppend voran. Was sind die wichtigsten Hindernisse?
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